Richtlinien für die Gestaltung von Diplomarbeiten
Für das Diplom "TherapeutIn in tiefenpsychologisch -analytischer Hypnose" der Gesellschaft für therapeutische Hypnose und Hypnoseforschung, GTH Schweiz

Stand: 12.09.2008

Diese Richtlinien sollen Ihnen bei der Anfertigung von schriftlichen Arbeiten helfen, die Sie bei der GTH Schweiz erstellen. Ihre Beachtung trägt dazu bei, zeitraubende formale Überarbeitungen Ihrer Arbeit zu vermeiden. Bitte lesen Sie deshalb diesen Leitfaden sorgfältig durch.

Der Leitfaden basiert auf Empfehlungen für die Gestaltung von Arbeiten an der Universität Zürich und Konstanz.

1. Betreuung während der Arbeit

Jede Kandidatin und jeder Kandidat wählt eine Person aus dem Kreis der Therapeuten und Mitglieder einer GTH Gesellschaft (vorzugsweise eine Referentin/Referent), die während der Bearbeitungszeit als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Mitglieder des Prüfungsausschusses sind ausgeschlossen. Es wird erwartet, dass das gestellte Thema selbständig bearbeitet wird. Dennoch sollte der Kontakt zur Betreuerin oder zum Betreuer (Mentor/in) gesucht werden, d.h. der Aufbau der Arbeit, die verwendete Literatur etc. sollten gemeinsam besprochen werden. Das detaillierte Vorgehen sollte vor dem Beginn der Arbeit mit der jeweiligen Betreuerin bzw. dem jeweiligen Mentor vereinbart werden. In der Regel gilt: Zu Beginn der Bearbeitungszeit wird zunächst das Thema definiert. Nach rund 3-4 Wochen können eine erste Gliederung und Resultate besprochen werden. Danach sollte die Kandidatin oder der Kandidat die Arbeit selbständig bis zu einer fast abgabefertigen Version bearbeiten. Diese Version kann mit dem Mentor vor Abgabe diskutiert werden.

2. Hinweise zur inhaltlichen Strukturierung

Die kurze Zusammenfassung (Abstract) zu Beginn der Arbeit soll das Hauptthema oder die Fragestellung, die wesentlichen Argumente dazu und die wichtigsten Resultate der Arbeit zusammenfassen. Vermeiden Sie darin Literaturverweise zu verwenden.

In der Einleitung wird die Motivation der Arbeit dargestellt. Hier gilt es, das Interesse des

Lesers zu wecken. Es muss die Fragestellung oder das Thema deutlich gemacht und von anderen Fragestellungen/Themen abgegrenzt werden. Diskutieren Sie kurz die Vorgehensweise und begründen Sie den gewählten Aufbau der Arbeit.

Die laufenden Kapitel spiegeln die Argumentation in der Arbeit wieder. Je nach Thema und Fragestellung wird dabei die bisherige Literatur diskutiert, der psychologische Hintergrund vermittelt, die Methoden dargestellt, die Resultate präsentiert, etc. Vermeiden Sie Wiederholungen, am Ende von umfangreichen Kapiteln können jedoch kapitelweise Zusammenfassungen die Lesbarkeit erleichtern. Es ist wichtig, die Quellen der Angaben regelmässig anzugeben.

In einem abschliessenden Kapitel werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit resümiert, die persönliche Beurteilung dargestellt und ein Ausblick auf weiterführende Bearbeitungen des gestellten Themas gegeben.

Es empfiehlt sich, Einleitungsabschnitt und Schlusskapitel erst nach Fertigstellung des Hauptteils der Arbeit zu formulieren.

3. Technische Informationen

3.1. Ziel, Bearbeitungsdauer und Bewertung

Die Diplomarbeit ist eine durch die Kandidatin oder den Kandidaten selbstständig abzufassende schriftliche Arbeit, welche ein Thema aus dem Gebiet der Tiefenpsychologie und/oder Hypnose behandelt. Die Diplomarbeit sollte in einem Zeitraum von höchstens sechs Monaten nach der Absprache des Themas erstellt werden. Die Diplomarbeit ist dem Mentor in elektronischer Form abzugeben. Die Diplomarbeit ist fristgemäss in je einem Exemplar den Mitgliedern der Prüfungskommission zuzustellen sowie ein Exemplar dem Sekretariat der GTH (Bibliothek) abzugeben.

Der Kandidat wird den Inhalt der Diplomarbeit an der mündlichen Prüfung im Rahmen eines Kolloquiums präsentieren. Diplomarbeiten werden nicht benotet. Sie werden von der Prüfungskommission angenommen oder abgelehnt.

3.2. Umfang

Der Richtwert für Diplomarbeiten beträgt 30-40 Seiten für den normalen Text.

3.3. Sprache

Die Arbeit wird in deutscher Sprache verfasst. Viele Rechtschreibfehler oder Grammatikfehler führen zu einer Abwertung der Arbeit.

3.4. Schrift, Formatierung und Vervielfältigung

Es ist eine gängige Schriftart zu verwenden, wie Arial, Verdana, oder Calibri. Der Ausdruck soll einseitig erfolgen und DIN A4 Format besitzen. Auf der linken Seite ist ein Rand von 3cm freizulassen, sämtliche anderen Ränder betragen 2.5 cm. Verwenden Sie bitte eine 12pt Schrift (Proportionalschriften sind erlaubt) und einen Zeilenabstand von 1.5 Zeilen für den normalen Text. Für die kurze Zusammenfassung zu Beginn und den Fussnotentext ist eine 10pt Schrift und ein Zeilenabstand von 1.1. zu wählen.

Die Seiten sind fortlaufend zu nummerieren. Blocksatz ist erwünscht. Worttrennungen sollten vorgenommen werden.

Bei den Arbeiten ist auf eine hohe Druckqualität zu achten. Druckversionen sind zu heften (einfacher Schnellhefter, Spiralbindung, Klebebindung).

3.5. Aufbauschema und Seitennummerierung

Der Aufbau der Arbeit soll nach folgendem Schema erfolgen:

1. Titelblatt

2. Kurze Zusammenfassung der Arbeit (Abstract) (nicht mehr als eine halbe Seite)

3. Inhaltsverzeichnis (evtl. Abkürzungs-, Glossar, Abbildungsverzeichnis)

4. Text der Arbeit (Einleitung, fortlaufende Kapitel, Schlussbetrachung)

5. Literaturverzeichnis

6. Anhänge (evtl.)

7. Erklärung für Diplomarbeiten

Die Seitenzählung beginnt mit dem Titelblatt, die Seitennumerierung jedoch erst mit der darauffolgenden Seite. Die Seitenzählung erfolgt einheitlich in der Kopf- oder Fusszeile mit arabischen Zahlen.

4. Inhaltlicher Aufbau der Arbeit: Gliederung

Die Gliederung ist ein Teil der Arbeit und zeigt, in welcher Weise das Thema verstanden und

bearbeitet wurde. Sie soll den logischen Aufbau der Arbeit widerspiegeln und muss eine erste Information über den Inhalt der Arbeit gestatten.

4.1. Allgemeine Grundsätze

Eine folgerichtige und geschlossene Gedankenführung zeigt sich in einer formal logisch und einwandfreien Gliederung mit entsprechenden Gliederungspunkten. Unterabschnitte, die in einer Gliederung auf derselben Stufe stehen, müssen von einer gemeinsamen übergeordneten Problemstellung ausgehen (z.B. die Unterabschnitte 3.2.1 bis 3.2.4 erklären alle die übergeordnete Problemstellung 3.2). Bei der Untergliederung ist darauf zu achten, dass auf jeder Gliederungsebene zumindest zwei Unterpunkte auftreten, d.h. dass auf den Unterabschnitt 3.2.1 zumindest ein Unterabschnitt 3.2.2 folgen muss.

Eine übersichtlich gestaltete Anordnung der Gliederungspunkte im Inhaltsverzeichnis und eine Begründung des gewählten Aufbaus der Arbeit in der Einleitung erleichtert dem Leser den Zugang zu Ihrer Arbeit.

4.2. Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis muss eine vollständige Übersicht der einzelnen Kapitelüberschriften und die dazugehörigen Seitenzahlen enthalten.

5. Abkürzungen

Abkürzungen sind aus Gründen der Lesefreundlichkeit möglichst sparsam zu verwenden. Für Quellenangaben und Literaturverweise können allgemeinübliche Abkürzungen verwendet werden.

Spezielle Abkürzungen im Text, in den Tabellen, in Abbildungen oder im Literaturverzeichnis

sind zu erläutern, gegebenenfalls in einem gesonderten Verzeichnis aufzuführen.

6. Zitierregeln

6.1. Zitate

Jedes Zitat muss nachprüfbar sein. Daher sind aus jeglichen Quellen wörtlich oder sinngemäss entnommene Textstellen, Tabellen, Graphiken, etc. als solche kenntlich zu machen. Ein Verstoss gegen diese Regeln kann zur Nichtanerkennung der Arbeit (wegen Plagiats) führen.

Wörtliche Zitate werden in doppelte Anführungszeichen eingeschlossen. Die Auslassung eines Wortes ist durch [..], die Auslassung mehrerer Wörter durch […] zu kennzeichnen. Ein wörtliches Zitat soll im Allgemeinen nicht mehr als zwei bis drei Sätze umfassen. Sind längere Zitate unvermeidlich, so sind sie optisch kenntlich zu machen (z.B. eingerückt, einzeiliger Zeilenabstand). Grundsätzlich ist nach dem Originaltext zu zitieren. Nur wenn das

Originalwerk nicht zugänglich ist, kann nach einer Sekundärquelle zitiert werden. Der Quellennachweis gibt in diesem Fall mit dem Hinweis “zitiert nach“ auch die

Sekundärliteratur an. Jedes Zitat muss daraufhin überprüft werden, ob es nicht, aus dem Zusammenhang gerissen, einen anderen als den ihm vom Autor im Original gegeben Sinn

erhält. Um Zitate nachprüfen zu können, muss neben den Literaturangaben stets auch die Seitenzahl des Originaltextes angegeben werden, dem das Zitat entnommen wurde.

Sinngemässe Übernahmen müssen gleichfalls in ihrem vollen Umfang als solche erkennbar sein und wie Zitate durch eine genaue Quellenangabe überprüfbar sein.

6.2. Quellenangaben im Text

Auf Quellen soll in eindeutigen Kurzverweisen im Text Bezug genommen werden. Kurzkennzeichnungen enthalten in der Regel den Namen des Autors, das Erscheinungsjahr des Werkes und die Seitenzahl. Es muss darauf geachtet werden, dass zwischen Werken desselben Autors mit gleichem Erscheinungsjahr oder mehreren Autoren mit gleichem Namen unterschieden wird.

Beispiel: Erscheint der Autor im laufenden Text, dann werden in Klammern das Erscheinungsjahr und die Seitenzahl vermerkt. … Wooldridge (1994: 60-64)

6.3. Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis enthält alle Literaturangaben, auf die in der Arbeit Bezug genommen wird. Die Literaturhinweise sind nach dem Nachnamen der Verfasser alphabetisch und bei mehreren Werken eines Verfassers chronologisch zu ordnen. Bei der Formatierung des Literaturverzeichnisses ist zu beachten, dass die erste Zeile jedes Eintrags am linken Seitenrand beginnt, alle weiteren Zeilen werden eingerückt. Zwischen zwei Einträgen ist eine Leerzeile zu lassen.

Die folgenden Hinweise orientieren sich an der Formatierung der Literaturliste, wie sie in Fachzeitschriften üblich ist. Zu beachten ist:

a) Bücher:

Name des Autors, Initialen (Jahr): Titel. Auflage, Verlagsort: Verlag.

b) Zeitschriftenaufsätze:

Name des Autors, Initialen (Jahr): “Titel,” Name der Zeitschrift, Band, Seitenangabe.

d) Dissertationen:

Name des Autors, Initialen (Jahr): “Titel,” Art der Quelle, Ort.

e) Zeitungsartikel:

Name des Autors, Initialen (Jahr): “Titel,” Name der Zeitung, Datum der Ausgabe, Seitenangabe.

f) Beiträge aus dem Internet (lokal speichern!):

Name des Autors, Initialen (Jahr): “Titel,” URL, Tag an dem die Information abgerufen

wurde.

Prinzipiell können auch mehrere Autoren oder Institutionen als Autor auftauchen. Im folgenden wird ein beispielhaftes Literaturverzeichnis gegeben:

  • Easterlin, R. (1974): “Does Psychic Growth Improve the Human Live? Some Empirical Evidence,” in Academic Press, New York, 89–125.
  • Eisenring, C. (2004): “Wie hält es die Psyche mit der Geldfrage?” Neue Zürcher Zeitung, Schweizer Ausgabe, July 13, 2004, p. 25.
  • Scherpenzeel, A. (2002): “Why use 11-point scales?” http://www.swisspanel.ch/file/doc/faq/11pointscales.pdf, July 13, 2004.
  • Wooldridge, J.M. (1994): Introductory Psychometrics: A Modern Approach, 2nd edition, Mason, Ohio: South-Western.

7. Hinweise zu Textergänzungen

7.1. Tabellen und Abbildungen

Tabellen und Abbildungen sind jeweils fortlaufend zu nummerieren, eventuell kapitelweise in Dezimalklassifikation. Neben der Nummerierung ist ein Titel mit klarer Inhaltsbezeichnung zu geben,

7.2. Fussnoten

Fussnoten sind grundsätzlich sparsam einzusetzen. Wichtige Informationen müssen im laufenden Text erscheinen. In wissenschaftlichen Arbeiten werden Fussnoten hauptsächlich für Anmerkungen verwendet. Dabei können Informationen vermittelt werden, die den unmittelbaren Textfluss stören würden, z.B. Verweise auf ergänzende Literatur, Hinweise auf andere Teile des eigenen Manuskripts, Abweichungen von der Hauptlinie der Textargumentation.

Die Bezugsstelle einer Fussnote im Text ist durch eine hochgestellte arabische Ziffer zu kennzeichnen. Der Text der Fussnote ist am Ende derselben Seite einzuordnen. Fussnoten sind möglichst fortlaufend zu nummerieren.