Das Autogene Training nach H.I.Schultz (AT)

Ruhe – Schwere – Wärme, … – in die Gelassenheit kommen

Der deutsche Psychiater und Neurologe prägte das Autogene Training als Entspannungsmethode anfangs des 20. Jahrhunderts. Weltweit ist es immer noch die meist verbreitete Entspannungsmethode die es gibt.

Das Autogene Training ist eine Entspannungstechnik und ein Weg, sich selbst zu zentrieren. Beim Autogenen Training geht es um abschalten, loslassen und sich erholen.

Das Wort Autogenes kommt vom griechischen „autogen“. Es bedeutet selber üben, systematisch von sich selber aus. Es ist eine Form, in die eigene innere Tiefe mittels der Konzentration zu kommen. Es handelt sich also um ein übendes Verfahren der Selbsthypnose. Der Übende lernt, wie man über Vorstellung und Gedanken Körper, Seele und Geist beeinflussen kann.

Es heisst Training, weil es Disziplin und Ordnung seitens des Übenden braucht. Je mehr geübt wird, desto besser funktioniert es. Durch das regelmässige Üben kommt es zu einer körperlichen und geistigen Entspannung, die über eine schwerpunktmässige „Umschaltung“ vom sympathischen auf das parasympathische Nervensystem eine erstaunliche Regeneration bewirkt.

Stufen des Autogenen Trainings

Es existieren z.Zt. drei Stufen des Autogenen Trainings. Die erste Stufe ist das Autogene Training Unterstufe.

Die zweite Stufe heisst Essenzielles Autogenes Training; sie wurde vor nicht allzu langer Zeit von Werner J. Meinhold entwickelt. Diese Stufe verwendet auch die Theorie der Chakras oder Energiezentren.

Die dritte Stufe ist das Autogene Training Oberstufe, es wurde ebenfalls von J.H. Schultz entwickelt. Diese Stufe wird vor allem von Menschen geübt, die schon eine Therapie durchlaufen haben oder Erfahrung mit Meditationen haben. Einige Bücher empfehlen, dass diese Stufe in einer Gruppe und unter einer erfahrenen Leitung durchgeführt werden sollte.

Autogenes Training für Kinder und Jugendliche

Grundsätzlich können Kinder ab Schulalter lernen, das Autogene Training selber zu üben. Aufgrund deren sich noch in Entwicklung befindenden Körper und Gehirn, werden die Studenten lernen, wie sie dieses Verfahren an Kindern und Jugendlichen altersgerecht beibringen und wie sie diese Gruppen leiten können.

Die Progressive Muskelrelaxation nach Jakobson (PMR)

Anspannen – Loslassen – mit bewusster Aufmerksamkeit den Unterschied wahr­nehmen.

Der amerikanische Arzt und Psychologe Jakobson interessierte sich aufgrund persönlicher Erfahrungen schon in jungen Jahren für die Wechselwirkung zwischen seelischem Wohlbefinden bzw. Unwohlbefinden und muskulärer Anspannung.

Er hat im Rahmen seiner Arbeit festgestellt, dass sich negative Gefühle verändern oder auflösen, wenn die parallel bestehende Muskelspannung gelöst oder verringert wird.

Der reflexhafte Anstieg des Muskeltonus, z. B. bei Stress oder Angst, ist eine Folgere­aktion auf der körperlichen Ebene, wie viele weitere physiologische Veränderungen im Vegetativum (Herz, Atmung, Blutdruck). Als Umkehrschluss dazu kann man durch muskuläre Entspannung dem Stresserleben entgegenwirken.

Das bewusst vollzogene muskuläre Anspannen bei der Progressiven Muskelrelaxation (PMR) und das anschließende Loslassen der Willkürmuskulatur verdeutlicht die Wahrnehmung des Spannungsunterschiedes und zeitgleich wird eine psycho- physische Entspannungsreaktion im Gesamtorganismus herbeigeführt. Die Entspannung der Willkürmuskulatur überträgt sich auf die unwillkürliche Muskulatur, die Organ- und Gefäßmuskulatur, und wirkt so auf das gesamte vegetative Nervensystem:

Die Psyche wird so beeinflusst, durch die Beruhigung des Körpers.

Die PMR hat ein großes Einsatzgebiet, von der Ruheübung zwischendurch bis zum therapeutischen Arbeiten in Einzeltherapien bei diversen Störungen.

Ziel ist die angemessene rechte Spannung für den Menschen in der jeweiligen individuellen Situation.

Leitsymptom für die Anwendung der Progressiven Muskelentspannungn sind Angst und Span­nung, im Sinne von Fehlspannung. Alle Patienten mit Störungen, die eine Angstkom­ponente haben oder mit Spannungszuständen verbunden sind, sprechen ideal auf das Verfahren an.

Durch die leichte Erlernbarkeit und Variabilität lässt sich PMR auch bei vielen Menschen anwenden, die mit anderen Entspannungsverfahren Schwierigkeiten haben und denen aufgrund großer nervlicher Anspannung, Angst, Unruhe, akuter Schmerzzustände, Hyperaktivität oder Konzentrationsmangel zunächst das Loslassen über auto-sugges­tive oder meditative Verfahren nicht möglich ist.

Auch bei kleinen Kindern oder Patienten mit mangelnder Intelligenz lässt sich dieses Verfahren erfolgreich einsetzen.

Therapieverfahren - H.I.T.T.®

Nach der Absolvierung der Ausbildung zum/zur “SeminarleiterIn Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung (GTH)”, können Sie direkt mit der Ausbildung bei der GTH Schweiz weitermachen.  In diesem Teil werden Sie lernen, die Hypnose nach H.I.T.T.® (Hypno- integrative tiefenpsychologische Therapie – H.I.T.T.®) gem. Werner J. Meinhold anzuwenden, wobei auch alle anderen Hypnoseverfahren als Allgemeinausbildung angesprochen werden.

Nach Erhalt des Diploms, werden Sie in der Lage sein, als Therapeut zu arbeiten und Ihre Klienten in privaten Sitzungen professionell zu begleiten.  Unsere Stärken sind die Tiefenpsychologie und die Philosophie unserer Arbeitsweise. Mehr dazu können Sie unter der Rubrik „Hypnose“ lesen.

Die Ausbildung zum/zur “TherapeutIn in tiefenpsychologisch- analytischer Hypnose (GTH) beträgt 200 Lektionen à 60 Minuten. Zusätzlich sollten Sie noch an insgesamt 10 Arbeitsgruppentage à 6 Stunden teilnehmen, um die Inhalte der Seminare zu vertiefen und erste praktische Erfahrungen mit der Hypnosetherapie zu machen.

Bestandteil der Ausbildung ist zudem das Absolvieren einer eigenen Lehranalyse. Die Dauer der Lehranalyse beträgt ca. eine Sitzung pro Lebensjahr plus ungefähr 15 Sitzungen dazu, im Minimum aber 60 Sitzungen. Das Ziel der Lehranalyse ist, dass Sie das Arbeiten in der Hypnose zuerst mit der eigenen Selbsterfahrung lernen und zugleich die eigenen blinden Flecken erkennen.  Es ist nicht zumutbar, dass ein Therapeut etwas anbietet, was er selber nicht am eigenem Leib erfahren hat.

Neben der Ausbildung in der Schule werden selbstständiges Studium und Pflichtlektüre verlangt.

Die Ausbildung der GTH kann sehr gut berufsbegleitend absolviert werden.